Tipps #13

Es hat mal wieder recht lange gedauert, aber wir waren wirklich ziemlich im Stress – mit Urlaub und so 😉
Nun geht es aber weiter:

Pflanzen der Woche:

1. Kürbis:
Der kommt in den kalten Jahreszeiten natürlich immer wieder bei uns in den Tipps vor, aber kann eben auch super variiert werden.

2. Aubergine
Die ist natürlich nicht so ganz heimisch, aber wir haben im letzten Jahr auf unserer Terrasse zwei Stück ernten können.

3. Pilze

Es gibt derzeit riesige Felder von Sandpilzen im Saale-Holzland.

Rezepte der Woche:

1. Schnelle Kürbis-Antipasti:
Hierfür eignet sich am besten ein kleinerer Butternut. Diesen schälen und den oberen Teil in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erwärmen und die Scheiben darin auf beiden Seiten auf mittlerer Stufe recht langsam anbraten (bis sie leicht braun werden). Anschließend salzen und mit einer Gewürzmischung (wir empfehlen von Sonnentor „Laune gut, alles gut“ oder noch besser „Sonnenkuss“) bestreuen. Schon ist eine leckere Vorspeise oder auch Beilage fertig.

2. Vegetarische Auberginen-Lasagne:
200g Tofu-Hack kurz in einer Pfanne in etwas Olivenöl anbraten (und ggf. zerdrücken). 2 -3 TL frisch gemahlenes, getrocknetes Rosmarin sowie etwas Thymian hinzufügen. Dann mit 300ml Rotwein und 500ml Passata ca. 20min kochen.

Eine Aubergine in ca. 2cm dicke Scheiben schneiden und diese salzen. Nach 15min abtrocknen und mit Olivenöl bepinseln. In einer Pfanne ein paar Minuten auf beiden Seiten anbraten.

Dann abwechselnd Soße, Auberginen und Lasagne-Platten schichten. Obendrauf Mozzarella-Scheiben und etwas Parmesan verteilen – und dann ca. 25min bei 200° backen.

Drogerieprodukt der Woche:

Selbst gemachtes Waschpulver aus Rosskastanienpulver. 3 TL Rosskatanienpulver mit 300ml Wasser übergießen und 30min stehen lassen. Dann durch ein Sieb in das Waschmittelfach geben. Solltet ihr sehr hartes Wasser haben, gebt noch 2 TL Soda hinzu. Unsere Wäsche wird genauso sauber wie bisher.

Artikel der Woche:

Ein sehr grundsätzliches aber spannendes Interview (im oberen Teil allerdings etwas übertrieben fachsprachlich):

https://taz.de/Politoekonomin-Maja-Goepel-ueber-Ideologie/!5722049&s=g%C3%B6pel/

Ein Podcast zur aktuellen Klimapolitik – ca. 15min lang:

https://www.klimareporter.de/klimapolitik/biden-wird-us-praesident-danni-rodung-klimakonferenz-faellt-aus

Spruch der Woche:

„Die CDU kann Klimapolitik meinetwegen als Sicherheitsfrage oder Rohstoffstrategie verstehen, die SPD als Gerechtigkeitsproblem der Ressourcen und die Grünen können mehr auf die Ökologie gehen. Ich möchte, dass das für jeden anschlussfähig sein kann und muss, Hauptsache wir kommen jetzt in die Pötte.“

Tipps #12

Diesmal recht kurze Tipps, dafür mit wichtigen Sammelhinweisen (für die nächsten Wochen):

Pflanzen der Woche:

1. Kastanien:
Wer daraus Waschmittel oder Kosmetik machen möchte, sammelt normale Kastanien (=Rosskastanien). Diese müssen frisch geschält und dann (klein geschnitten) getrocknet werden.

2. Quitten:
Auch diese können für viele Kosmetikprodukte verwendet werden, natürlich zudem für Süßspeisen.

Rezepte der Woche:

1. Kürbissuppe
Einen mittelgroßen Hokkaido Kürbis waschen (nicht schälen, er ist der einzige bei dem die Schale essbar ist) und grob zerlegen (ohne Kerne!). 2 Kartoffeln schälen und klein schneiden und mit einer Knoblauchzehe, den Kürbiswürfeln sowie 4-5 EL Olivenöl in einem Topf ganz leicht anrösten, Dann ca. 500ml Passata, gewünschte Kräuter und 1-1,5l Wasser sowie Salz (+evtl. Chili) hinzufügen. 20-25min kochen und dann 125ml Sahne und 75g Grana Padano (gerieben) hinzufügen. Abschließend pürieren und bei Bedarf nachsalzen.

2. Zackenschoten-Blätter
Die Pflanze gehört natürlich nicht hierher, kann jedoch gut verzehrt werden (wenn sie sich schon so stark verbreitet, vielleicht könnt ihr ja gleich die Wurzeln rausrupfen 😉 ) Die Blätter sind gerade besonders saftig – sie können klein geschnitten geröstet und dann gegart werden.

Die Zackenschote findet man als sehr großen Kranz mit ca. 50 – 70cm Durchmesser.

Drogerieprodukt der Woche:

Selbst gemachtes Spülmaschinenpulver wird gemischt aus:

300g Soda, 300g Natron, 300g Zitronensäure, 125g Spülisalz

Dazu sollte jedoch auch der Salzbehälter mit Spülisalz und der Klarspülerbereich mit Essig gefüllt werden.

Artikel der Woche:

https://taz.de/Menschengemachte-Umweltzerstoerung/!5714310/

Spruch der Woche:

„Denn genau auf unserem Teller fängt Klimaschutz an: mit weniger Fleisch und mehr Pflanzen.“

Tipps #11

Hiermit nun endlich die erstekomplette Informationspackung nach der Urlaubszeit. Wir hoffen, ihr seid alle schon „bereit-zum-wandel“ gewesen 😉

Passend zum Spätsommer (bzw. ja eigentlich eher Frühherbst) gibt es Gerichte mit Gartengemüse und auch die Einladung zum globalen Klimastreik am 25.9. !

Pflanzen der Woche:

1) Zucchini inklusive Blüten

2) Fenchel

3) Rucola (alternativ natürlich wieder der saftige Löwenzahn)

Rezepte der Woche:

1) Zucchini-Antipasti

Die Zucchini kurz mit etwas Olivenöl stark anbraten, dann abkühlen lassen. Mit Salz und Gewürzen deiner Wahl bestreuen. Dann folgendes darauf schichten:
a) Tomatenscheiben sowie Pecorino/Parmesan b) fein geschnittenen Knoblauch und Mozzarella

c) marinierte gebratene Paprika (aus dem Glas) und geröstete Sonnenblumenkerne

2) Zucchini-Auflauf

Pellkartoffeln kann man gut mit klein geschnittenen Zucchini Würfeln sowie einer Mischung aus 3-4 Eiern, 100ml Sahne (oder Sojasahne), italienischen Gewürzen und optional:

A) kleiner scharfer Paprika

B) sehr fein geschnittene getrocknete Tomaten

C) Feta gewürfelt

vermischen. In eine Auflaufform geben, mit etwas Mozzarella oder Parmesan belegen bzw. bestreuen und ca. 20min backen, dann ein paar Zucchini Blüten darauf legen (ohne Dolde) und kurz ziehen lassen.

Kann auch gut als Quiche gemacht werden (dann natürlich ohne Kartoffeln), siehe Bild.

Besonders kleine Zucchinis haben einen intensiveren Geschmack 😉

3) Fenchel-Tomaten-Suppe (vegan, ca. 2 Personen)

Zwei kleine oder einen großen Fenchel waschen und grob zerschneiden. Dann mit etwas Olivenöl und getrocknetem Thymian leicht anbraten. Ca. 400ml Passata rustica (o.Ä.) und 300ml Wasser dazugeben, mit Salz, Pfeffer und ein ganz klein wenig Honig würzen und grob 20min köcheln lassen. Vom Herd nehmen und pürieren – abschließend eine Handvoll geröstete Sonnenblumenkerne dazugeben und abschmecken (zu viel Säure → etwas Natron).

4) sonniges Rucola-Pesto
100g Rucola und/oder Löwenzahn, eine Handvoll geröstete Sonnenblumenkerne, italienische Kräuter, Salz, Pfeffer, wenn gewünscht 30g Grana Padano und recht viel Olivenöl zusammen in einem Häcksler zu einer Masse verarbeiten.

Kann auch mit einer Knoblauchzehe verfeinert werden… .

Für eine Pesto rosso verwendet man etwas weniger Öl, dafür zusätzlich 6-8 getrocknete Tomaten (aus dem Glas, nicht abtropfen lassen).

Links der Woche:

https://www.tu.berlin/themen/klimaschutz/2020/september/unser-lebensstil-muss-auf-den-pruefstand/

Mittwoch 23.9. ab 18 Uhr eine interessante Diskussion zum Thema „Wege aus der Klimakrise“:
https://www.youtube.com/watch?v=qk7lpDCrl0s&feature=youtu.be

Pflegeprodukt der Woche: folgt noch

Spruch der Woche: Die einzig wirklich absolut umweltfreundliche Energie ist die, die nicht verbraucht wird und daher nicht erzeugt werden muss!

Tipps #10

Letzte Informationspackung vor der Urlaubszeit (inklusive des gewünschten Suppenrezepts von der Feier letzte Woche 😉 . Die meisten sind ja erst ab der nächsten oder übernächsten Woche weg. Viel Erholung schonmal!!!

Pflanzen der Woche:

1) Frühkartoffeln

Diese sind natürlich als Pellkartoffeln am besten, können aber (wenn wirklich mal etwas übrig geblieben ist, z.B. in einer Suppe oder im Auflauf am nächsten Tag verwendet werden).

2) Schwarzkümmel (auch: Jungfer im Grünen)

Vorne die frischen Blüten, im Hintergrund die getrockneten (mit dem Kümmel)

Zum Einen ist die Blüte wirklich schön und bereichert jeden Garten, zum Anderen kann er dann getrocknet geerntet und der Kümmel ausgeschütte(l)t werden… .

Weitere Ideen: Brennnesseln (wie immer, aber sie sind einfach genial), Spitzwegerich, Zucchiniblüten (Anleitungen später), …

Rezepte der Woche:

1) Vegane Berglinsen-Suppe mit Frühkartoffeln (für 3-4 Personen)

Zur Verwertung von grob 400-500g übrig gebliebenen Pellkartoffeln:250g Berglinsen waschen und dann 25min in ca. 1,5Liter Wasser (ohne Salz) kochen. Anschließend eine klein geschnittene Paprika, 175g Räuchtofu (in Mini-Würfel) oder Tofu-Wiener und 300ml Passata zugeben und weitere 5min kochen. Die klein geschnittenen Kartoffeln, 100ml Sojasahne sowie Salz, Pfeffer und weitere Gewürze unterrühren – bei uns war das eine italienische und eine orientalische (Sonnenkuss) Kräutermischung. Die Suppe abkühlen lassen und dann wieder langsam erhitzen – ohne dass sie nochmal kocht.

Hinweis: Möchte man die Suppe mit frischen Kartoffeln machen, müssen diese mit den Linsen ca. 10 – 12 min mitgekocht werden (zunächst auch wieder ohne Salz).

2) Hefeteig-Fladen mit Schwarzkümmel

100g Vollkornmehl, 100g Weizenmehl, ca. 100ml Wasser, 1TL Salz sowie 1/3 Würfel Hefe verrühren.

Dann mind. 1h gehen lassen, ca. 6-7 Teile formen und auf Pfannengröße ausrollen. Mit Schwarzkümmel bestreuen und andrücken. In einer Pfanne mit Olivenöl auf kleiner bis mittlerer Stufe in ca. 10min pro Seite braten. Anschließend noch leicht warm zu einem Salat eurer Wahl servieren.. .

3) Wilde Kohlrabisuppe (2 Personen):

Blätter, Strunke und Schale von einem Kohlrabi (Wurzel großräumig wegschneiden) sowie eine Handvoll Wildkräuter (Zitronenmelisse, Spitzwegerich, Brennnesseln, Giersch) mit 1 – 1,2 Liter Wasser und 4 EL Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen, Salz und Pfeffer zugeben. Zugedeckt ca. 15min kochen lassen. Dann 100ml Sahne (alternativ: Sojasahne) und 50g Grana Padano hinzufügen und das Ganze pürieren. Fertig ist eine wunderbare Suppe, die auch mit anderen Kräutern kombiniert werden kann.

4) überbackene Frühkartoffel-Pfanne
Ich denke, das kriegt anhand des Bildes jeder selber hin… .

Pflegeprodukt der Woche: Shampoo mit Brennesseln

Eine Handvoll Brennnesseln zerkleinert zugedeckt für 15 min in 250 ml Wasser köcheln. Das Brennnesselwasser in eine leere Flasche füllen und 1TL Öl deiner Wahl, 3 EL Heilerde und 1 TL Honig zugeben . Alles schütteln. Im Haar verteilen, 5 min einwirken lassen und ausspülen. Ein bis zwei Wochen im Kühlschrank haltbar. Bein Zimmertemperatur ca. 3 Tage. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Spruch der Woche: Warte nicht auf die Veränderung, sondern sei du selbst die Veränderung!

Tipps #9

Dieses Mal gibt es eine etwas andere Version der Öko-Tipps (auch weil unsere Erfolge bei den Rezepten mit Zackenschoten noch sehr begrenzt waren):

Rezepte der Woche:

1. Eine zweite Variante der gefüllten Weinblätter (2-3 Personen):

Ein Beutel voll Wildkräuter (siehe Bild: viel Brennnessel, etwas Spitz- und Breitwegerich, Löwenzahn und rote Beete-Blätter sowie Zucchini-Blüten zum Garnieren).

Unsere heutige Mischung

Ca. 200g Risottoreis in heißem Olivenöl schwenken, dann mit etwas Weißwein ablöschen, ½ Liter Wasser angießen, salzen und dann grob 14min kochen – bei Bedarf Wasser (oder auch gerne nochmal Wein) hinzufügen. Die Wildkräuter waschen, klein schneiden und die letzte Minute mitkochen. Dann 100ml Sahne und 50g Grana Padano sowie eine große gewürfelte Tomate dazugeben. Die Masse in die ca. 15 Weinblättern … –> siehe anderes Rezept 😉

Weinblätter mit Wein B-)

2. Zackenschoten-Blätter:

Können analog zu Giersch, Brennnessel und Co. wie Spinat verarbeitet werden. Dabei am besten die ganzen Pflanzen rausreißen (dann hat es auch gleich noch einen positiven Effekt, wobei man natürlich bei der massiven Verbreitung oftmals einer Übermacht entgegen steht…)

Weitere aktuelle Pflanzen und ihre Verwendung:

– Lavendelöl ansetzen: 1/2 Glas Lavendelblüten auffüllen mit z.B. Sonnenblumenöl, dann
für 6 Wochen stehen lassen –> dann für Speisen oder Kosmetik verwenden…
– Lindenblüten, Zitronenmelisse, Minze: für Tee sammeln und trocknen

Artikel der Woche:

https://act.greenpeace.de/krankes-system-billigfleisch

https://www.klimareporter.de/strom/kohleverstromer-eher-taeter-als-opfer

Kleiner Tipp der Woche: Es wird geschätzt, dass die Massentierhaltung den höchsten Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß hat. Vor allem die Produktion des Futters (oft leider auch noch Soja aus Brasilien), die total übertriebenen Lieferwege sowie die Unmenge an (Über-)Produktion tierischer Produkte sind hier ausschlaggebend.

Spruch der Woche:

Jeder kleine Schritt zählt.
Jede Petition, die Du unterschreibst.

Jedes Lebensmittel, das Du bei Bauern oder im Bio-Laden kaufst, statt im Supermarkt.
Jedes Gespräch, das Du über das derzeitige Wirtschaftssystem und lebensdienliche Alternativen führst.
Jedes System hat Kipp-Punkte – jeder Beitrag zu einer Veränderung wird in Summe wichtig sein.

DANKE, dass auch Du zum Wandel beiträgst!

Tipps #8

Und wieder einmal pünktlich zum Wochenende kommen unsere Ideen für eine ökologischere Lebensweise:

Direkt neben unserer Küche 😉

Pflanzen der Woche:

1. Weinblätter

Jetzt gibt es die besten (sprich: frische und satt grüne) Blätter des echten Weins zu ernten.

2. Kohlrabi

Die ersten werden gerade reif, wir konnten schon ein paar ernten… .

Rezepte der Woche:

1. Gefüllte Weinblätter (3 Personen)

Ca. 15-18 etwas größere Weinblätter waschen und trocknen lassen. 175g Risottoreis in ca. 400ml Salzwasser 13min kochen, bei Bedarf noch Wasser nachgießen. Dann 100g Feta sowie eine halbe Zucchini und eine Paprika sehr klein schneiden und mit einer griechischen Gewürzmischung und 70ml Olivenöl zum Reis geben – nicht mehr kochen, nur vermischen. In die Weinblätter jeweils einen großen Esslöffel der Füllung geben, sie einwickeln und in einer Auflaufform eng aneinander legen. Die restliche Zucchini in Streifen schneiden und über die Weinblätter legen. Ca. 70ml Wasser sowie etwas Pfeffer zugeben. Abschließend einen großen Schuss Olivenöl (so haben wir es in Griechenland gelernt B-) ) darüber verteilen und bei 170° etwa 20-25min im Backofen schmoren lassen.

Hinweise:

  • Unsere griechische Gewürzmischung besteht hauptsächlich aus Oregano, Thymian und etwas Pfefferminze (letztere ist aber Geschmackssache…).
  • Das Gericht kann auch vegan (ohne Feta) zubereitet werden, es empfiehlt sich dann die Zugabe von sehr klein geschnittenem Tofu sowie etwas mehr Gewürzen.

2. Kohlrabi (fast) ganz verwerten

Blätter und auch die feineren Stängel waschen und sehr fein schneiden, dann mit etwa Öl und Wasser in einer Pfanne ein paar Minuten köcheln lassen. Daraus kann nun z.B. ein Kohlrabi-Blätter-Omelette gemacht werden… .
Falls es nicht genug Blätter sind, kann man Mangold oder rote Beete-Blätter ergänzen.

Pflegeprodukt der Woche „Pfefferminz – Zahnpasta“:

– mische einen Teelöffel Xylit (Birkenzucker) mit ½ TL Natron und 5 TL feine Heilerde

– 10 Tropfen Kamillentinktur und/oder Myrrhentinktur, 2 Tropfen Minzöl, 5 TL Pflanzenauszug (wir haben sehr starken Salbeitee verwendet) zugeben und cremig rühren

Links der Woche:

https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-06/klimapolitik-grosse-koalition-umweltschutz-versprechen

und etwas grundlegender und systembezogener ein älterer Artikel:

https://www.zeit.de/kultur/2020-04/neoliberalismus-krisen-kapitalismus-coronavirus-politik

Kleiner Tipp der Woche: Wurzelgemüse wie Kohlrabi kann bei Verzehr vor der eigentlichen Mahlzeit blähend wirken, also besser zu bzw. nach dem Essen servieren.. .

Tipps #7

Und weiter geht es mit den Tipps der Woche:

Spitzwegerich

Pflanzen der Woche:

1. Erdbeeren

2. Holunder

Man kann auch die Blüten trocknen und später für einen leicht süßlichen Tee verwenden. Wichtig: nach dem Ernten nicht waschen, aber ausschütteln (damit die kleinen Tierchen raus fallen).

3. Spitzwegerich–Knospen

.. und eine seiner Knospe

Am besten vor der eigentlichen Blüte die Knospen (siehe Bilder) ernten und z.B. mit etwas Öl rösten.
Die Blätter selbst verwenden wir ja getrocknet für Tees und frisch für ein Pesto (siehe ältere Tipps). Aber auch dort können jeweils ein paar Knospen zugegeben werden… .

Rezepte der Woche:

1. Erdbeer – Blätterteig – Gebäck (ohne Zucker):

500g Erdbeeren waschen und halbieren. Von 1 Packung Blätterteig (mit Butter, nicht den einfachen mit Palmöl nehmen!) die blechgroßen Stücke vierteln und die Ecken nach innen klappen. 250g Magerquark mit 3 EL Xylit (oder flüssigem Honig) und 3 EL Joghurt verrühren, dann in die Mitten der Blätterteigstücken verteilen und das Ganze backen. Nachdem es halbwegs abgekühlt ist, einfach die Erdbeeren auf den Quark verteilen und direkt servieren.

2. Salat mit Spitzwegerichknospen

Einen Kopfsalat mit etwas Löwenzahn und wenn gewünscht auch Vogelmiere auf Tellern anrichten. Dann 5 EL Joghurt mit 2 EL Öl, 1 EL süßem Paprikapulver und klein geschnittenem Oregano, Thymian und Rosmarin sowie Salz und Pfeffer verrühren und über den Tellern verteilen. Obendrauf dann die Spitzwegerichknospen geben (wenn man sie vorher röstet, schmecken sie etwas nach Pilzen, ansonsten nussig).

Pflegeprodukt der Woche: Selbstgemachter Deoroller

100ml Wasser mit 1-2 Teelöffel Speisestärke aufkochen bis die Flüssigkeit leicht andickt und klar wird. 2 Teelöffel Natron unterrühren, wenn die Flüssigkeit lauwarm ist. Nun noch 5 Tropfen ätherisches Öl deines Lieblingsduftes zugeben und abfüllen. Schütteln – fertig!

Links der Woche:

https://www.mdr.de/wissen/wasserstoff-strategie-einsatz-energiewende-100.html

Kleiner Tipp der Woche: Palmöl ist nicht nur aus Sicht von Klimaschützern eines der miserabelsten Produkte, weil dadurch z.B. in Indonesien riesige Flächen Regenwald zerstört werden (und dass obwohl wir hier genug heimisches Öl produzieren können), sondern auch zur Ernährung am bedenklichsten, weil es zu viele Transfette enthält. So wurde bereits vor fast 10 Jahren in Italien umgedacht – die meisten Gebäck- und Knabberprodukte sind dort ohne Palmöl.

Tipps #6

Endlich geht es wieder weiter mit den Tipps der Woche:

Pflanzen der Woche:

1. Löwenzahn (gerade jetzt nach dem Regen an Waldrändern mit saftigen, großen und vor allem weichen Blättern)
→ man kann die Blätter für Salate (sehr passend zu Vogelmiere), Pesto und Suppen verwenden

2. Erdbeeren und Holunder

wird beides nun reif…

Rezepte der Woche:

1. Wildkräuter-Broccoli-Schaumsuppe (vegan):Eine Schüssel mit verschiedenen Wildkräutern (Löwenzahn, Giersch, Knoblauchsrauke, Brennnesselspitzen) waschen. Einen halben Broccoli mit Strunk grob schneiden und mit etwas Öl in einem Topf schwenken. Dann die Wildkräuter, etwa 1-1,5 Liter Wasser sowie Salz und Pfeffer hinzufügen. Anschließend ca. 15min kochen, dann etwa 70ml Sojasahne hinzufügen und pürieren (Achtung: es schäumt ordentlich 😉 ).

2. Löwenzahn-Pesto:

Eine Schüssel mit viel Löwenzahn sowie etwas Knoblauchsrauke, Giersch und Spitzwegerich → alles waschen,aber nur leicht das Wasser abschütteln, nicht trocknen!

Dann im Häcksler mit je 2-3 EL Grana Padano und ca. 70g gerösteten Walnüssen sowie viel Rapsöl, etwas Salz und Pfeffer zerkleinern, zwischendurch umrühren.

Diese(s) Pesto ist mehrere Tage haltbar und schmeckt hervorragend mit Möhren- oder Gurkenstreifen, lässt sich aber auch direkt mit Nudeln servieren… .

3. Erdbeer-Holunder-Quark

300g Erdbeeren sehr klein schneiden, dann 3-4 EL Holundersirup darüber geben und eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend mit 250g Quark und 100g Joghurt verrühren. Fertig!

Pflegeprodukt der Woche: Mücken-Zecken-Creme

30g Kokusfett und 20g Sheabutter im Wasserbad sachte erwärmen bis beides geschmolzen ist. 6 Tropfen ätherisches Citronellaöl und 4 Tropfen ätherisches Lavendelöl untermischen und in einen Salbentiegel füllen. Fest werden lassen und fertig. Bitte wähle einen dichten Salbentiegel, da die Salbe bei Wärme wieder schmilzt und als Öl aufgetragen werden kann. Auf Handgelenk, Hals und Fussgelenke auftragen und los geht in die Natur. Auch zum Pflegen von Insekten oder Zeckenbissen geeignet, da die Salbe Entzündungen vorbeugt, das Jucken mildert und abschwellend wirkt.

Kleiner Tipp der Woche:

Holundermilch kann gut eingefroren und später für diverse Süßspeisen verwendet werden, z.B. für Holundereis… .

Tipps #5

Ein bisschen später dieses Mal, aber dafür in kleineren Häppchen 🙃

Pflanzen der Woche: Vogelmiere und Spargel

Die Vogelmiere kommt vor allem an Wegen und Ufern vor, schmeckt im Salat (etwas nach Mais), kann aber auch in der Pfanne oder als Tee verwendet werden. Erkennungsmerkmale und Infos unter https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Vogelmiere

Man sollte nicht zu viel auf einmal davon zu sich nehmen.

Rezepte der Woche:
1. Salat mit Vogelmiere

In diesem Fall mit Blattsalat, Löwenzahn und Balsamico-Dressing.

2. Spargel Risotto mit Brennnessel:

500g grünen Spargel ( unteres Ende abbrechen, nicht schälen) in ca zwei Zentimeter lange Stücke schneiden, dann mit etwas klein geschnittenem Knoblauch und 300g Risotto Reis in reichlich Olivenöl anschwitzen. 200ml Weißwein und einen halben Liter Wasser angießen. Dann ein paar Kräuter (z.b. Oregano, Thymian, Rosmarin) und 1,5 TL Salz zugeben und ca. 15 min kochen. Von Zeit zu Zeit etwas Wein oder Wasser nach gießen. Dann zwei Hände voll gewaschener und klein geschnittener Brennnessel dazu geben und weitere 3-5 Minuten kochen. Zum Schluss 100ml Sahne, 75 g geriebenen Grana padano und eventuell zwei gewürfelte Tomaten unter rühren und rasch servieren.

Wie immer: buon appetito!!!

Und hier die Ergänzungen:

3. Rezept: Spargel Wildkräuter Suppe

250g weißen Spargel schälen und klein schneiden und in etwas Öl erhitzen, dann ca 1 Liter Wasser angießen, etwas Thymian und Oregano sowie Salz und Pfeffer hinzugeben und 10 min kochen. Eine Hand voll Brennnessel Spitzen sowie etwas Knoblauchsrauke waschen und hinzufügen, weitere 5 min kochen. Abschließend 100g Frischkäse in den Topf geben und alles pürieren. Fertig!

Hausmittel der Woche: Allzweckreiniger

in 2 Minuten selbst gemacht.10g Zitronensäure in 500ml Wasser auflösen und 5 Tropfen ätherischen Duft deiner Wahl zugeben. In eine Sprühflasche füllen. Fertig! Verwendung im Bad für Waschbecken, Toilette, Spiegel und Böden. Löst Kalk im Handumdrehen. Auch zum Wischen von Oberflächen in der Küche oder dem Herd. Funktioniert prima und duftet so wie man es mag🌻

Web Artikel der Woche:

https://taz.de/Subventionen-fuer-die-Automobilindustrie/!5683542/

Tipps #4

Pünktlich zum Wochenende gibt es wieder die nächsten Tipps, dieses Mal mit ein paar mehr Bildern und Hinweisen zu Wildkräutern:

Pflanzen der Woche:

1. Gundermann (Erkennung: siehe Bild, lila blühend, 10–40cm hoch, riecht sehr würzig, steht vor allem auf Waldwiesen) → man kann die Blätter für Wildspinat, Salate, Kräuterquark, etc. verwenden oder auch als Tee …

Gundermann in der Bildmitte


2. Spitzwegerich
(auf nahezu allen Wiesen zu finden) → kann wie Gundermann in verschiedenen Gerichten sowie als Tee verwendet werden.

Spitzwegerich im Vordergrund, und auch an einigen Stellen im Hintergrund 😉

3. Rhabarber

→ Das Frühjahr ist natürlich Rhabarberzeit. Er kann auch sehr vielfältig eingesetzt werden, als Süßspeise (z.B. Rezept 4), im Kuchen (z.B. wie unten im Link → sehr einfaches Rezept!) oder auch als Gemüsebeilage zu herzhaften Gerichten…

Rezepte der Woche:

1. Wildkräuter-Omelette (Bild): Mischung aus Wildkräutern (Gundermann, Löwenzahn, Spitzwegerich, Giersch und Knoblauchsrauke) waschen und grob schneiden. Dann mit etwas Öl und Wasser ein paar Minuten leicht andünsten. Salz, Pfeffer und verrührte Eier hinzufügen und ein paar Minuten auf jeder Seite braten.

2. Wildkräuter-Gnocchi mit Salbeibutter (für 3-4 Personen)

Ungefähr 700-800g Kartoffeln schälen und ohne Salz kochen, dann pressen. Jeweils eine Handvoll Giersch, Brennessel und Knoblauchsrauke (nach Wunsch auch ein wenig Gundermann) mit 2 Eiern sowie viel Salz und wenig Pfeffer in einem Häcksler (alternativ mit dem Pürierstab) zerkleinern. Die Masse in die Mitte der Kartoffeln geben und ca. 150g Mehl sowie etwas Kartoffelmehl geben und zu einem glatten Teig kneten. Den Salzgehalt testen. Aus diesem Teig dann mehrere dünne Rollen formen, welche anshcließend in kleine Gnocchi geschnitten werden. In Portionen solange im leicht kochenden Salzwasser ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen. Sie können z.B. kurz in Olivenöl in einer Pfanne geschwenkt werden und dann mit Parmesan bestreut werden. Ideal dazu passen z.B. gebratene Zucchini-Streifen oder langsam gebratener Broccoli. Buon appetito!

3.Frühlings-Kräuter-Tee:

bestehend aus z.B. getrockneten Blättern von: Gundermann, Spitzwegerich, Brennnessel und Birke

4. Rhabarber-Zitronen-Mus:

500g Rhabarber schälen und recht klein schneiden, dann mit ca. 100g Gelierzucker (2:1) und einem Schuss Wasser fünf Minuten kochen lassen. Wenn das Ganze schon ein paar Minuten abgekühlt ist, zwei TL Honig sowie die abgeriebene Schale einer halben Zitrone hinzufügen.

Pflegeprodukt der Woche:

Selbstgemachte *Spitzwegerich-Salbe* gegen Mückenstiche, Prellungen, blaue Flecken

Zutaten:

eine Handvoll Spitzwegerichblätter 100 ml Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

5 g Bienenwachs (vom lokalen Bio-Imker oder online)

10 g Lanolin (optional) um es streichfähiger zu machen. Bei weglassen mehr Bienenwachs verwenden.

Herstellung:

Spitzwegerichöl (als Warmmazerat siehe Löwenzahnöl), Bienenwachs und Lanolin in ein Glas geben und im Wasserbad langsam so weit erwärmen, bis alle Zutaten geschmolzen sind. Einige Tropfen auf einen kalten Teller geben und erkalten lassen. So kannst du die Konsistenz der Salbe prüfen. Sollte sie zu weich sein, dann gib mehr Wachs in die Mischung. Falls sie zu hart ist, füge etwas mehr Öl hinzu und teste erneut. In die Tiegel abfüllen. Während des Erkaltens optional ätherische Öle (z.B. Teebaumöl, Lavendel oder Zitrusfrüchte) hinzugeben.

App der Woche: flora incognita – App der Universität Ilmenau zur Bestimmung von Pflanzen. Einfach installieren (kann man ohne ein Konto anzulegen), dann ein Foto der Pflanze machen (geht auch ohne Standort) und schon bekommt man die Infos zur Pflanze. Hat beim Gundermann heute sehr gut funktioniert.

Link der Woche: http://www.wildkrautgarten.de/2013/06/01/pflanze-des-monats-gundermann-die-wuerze-von-der-wiese/

Kleiner Tipp der Woche: Gundermann und Spitzwegerich sind sehr gut für die Verdauung und viele weitere Körperfunktionen. Brennnessel und Birkenblätter wirken entgiftend und harntreibend, man sollte daher am Abend nicht mehr viel davon zu sich nehmen, sonst könnte es eine recht unruhige Nacht werden.

Und zum Schluss noch 2 Hinweise zur Knoblauchsrauke, da wir dazu mehrere Rückfragen erhielten: Man findet diese vor allem in schattigeren Lagen, die Blätter sehen von der groben Form so aus wie die der Brennnessel, sind aber abgerundet, weicher und ohne Nesseln 😉 → siehe Bild vom letzten Montag! Markantestes Erkennungsmerkmal: Wenn man ein Blatt zerreißt, riecht es nach Bärlauch/Knoblauch/Schnittlauch.