Sommerausgabe

In unserer ersten Sommer-Spezial-Ausgabe haben wir Fragen und Antworten zum Thema Klima- und Umweltschutz zusammengestellt. Wenn ihr zu einer der Antworten weiter führende Argumentationen bzw. Webartikel lesen möchtet, gebt uns einfach Bescheid.

1. Ich kann nur im Supermarkt einkaufen, weil ich keine Zeit bzw. nicht genug Geld für den regionalen Markt oder den Bioladen habe. Was kann ich tun?

Zum Einen stimmt es nicht zwangsläufig, dass die Lebensmittel dort mehr kosten (und wenn man mehr pflanzliche statt tierischer Produkte kauft, wird es in der Regel eh günstiger). Zum Anderen bieten mittlerweile viele Supermärkte gute regionale bzw. biologische/nachhaltige Produkte an. Kaufe einfach bewusster ein:
– lieber die Bio Sonnenblumenkerne aus Deutschland im Supermarkt als die im Bioladen aus China (Hilfe, was für ne miserable CO2-Bilanz)
– lieber saisonales Gemüse und Obst statt neuseeländischer Äpfel im Sommer oder ständig Bananen aus der Karibik
– lieber eine faire Bio-Schokolade statt 2 Billigschokoladen 😉

2. Meine Heizung funktioniert mit Erdgas – wie sollte ich da eine bessere CO2-Bilanz hinbekommen?

Das geht tatsächlich: Wenn Windräder z.B. nachts keinen Strom einspeisen können, kann man mit ihnen Wasserstoff produzieren (was recht energieaufwändig ist). Dieser wird von diversen Öko-Anbietern ins Erdgasnetz eingeleitet. Genauso wie Gas aus Biomasse. Du musst also nur zu einem entspr. Gasanbieter wechseln. Wir empfehlen: https://www.greenpeace-energy.de/privatkunden/gas/unser-gas-im-detail.html

Eine alte Gasheizung sollte natürlich dennoch irgendwann ersetzt werden… .

3. Ich wohne auf dem Land und brauche immerzu mein Auto – muss ich mir sofort ein e-Auto kaufen?

Nein, natürlich nicht. Nachhaltig heißt ja erstmal die vorhandenen Produkte abzunutzen. Aber man kann schon:

– öfter den ÖPNV oder die Bahn nutzen
– Fahrgemeinschaften bilden
– auch auf dem Land Wege mit dem Fahrrad erledigen (eine Kollegin fährt seit ein paar Monaten fast jeden Tag ihre fast 20km zur Arbeit per e-Bike)
– den alten Diesel perspektivisch durch ein e-Auto ersetzen ODER noch besser: auf Carsharing setzen etc.

4. Bringen diese kleinen Änderungen in unserem Alltag wirklich etwas?

Natürlich ist es viel wichtiger, dass die Politik in die Pötte kommt und wirklich ökologische und nachhaltige Vorgaben macht. Dagegen sind die Möglichkeiten, die jeder Einzelne hat durchaus begrenzt – aber jeder kleine Beitrag zählt! Denn wenn sich erst einmal das Verständnis für die entsprechenden Prozesse heraus gebildet hat, werden gute Lebensmittel/Drogerieprodukte/Konsumgüter zur Selbstverständlichkeit werden.

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